Photokina 2014 - Teil 2

Photokina 2014 - Teil 2

Überhaupt Models. Klar, immer gern gesehen, photographiert und Anziehungspunkt auf zahlreichen Ständen für die vorrangig männliche Photografenwelt. Von bunt über phantievoll bis zu glamorös, alle konnten bestaunt, photographiert und gelegentlich auch belagert werden. So ist es und vielleicht muß es wohl auch so sein, naturgegeben halt …

Dabei wird gelegentlich von uns Besuchern übersehen, wie anstrengend so ein Job ist. Viele Stunden auf Knopfdruck dies und das machen, posen, lächeln, stillstehen, natürlich auf atemberaubend hohen und extrem absturzgefährenden Schuhen, – eben perfekt im Dienste des Auftraggebers.

Zugegeben, alle Models sehen zauberhaft aus. Doch wenn das Licht aus ist und die Kameras nicht mehr auf sie gerichtet sind, dann merkt man hinter dem äußeren Erscheinungsbild die Anstrengung in den Gesichtern … OK, es ist Teil des Jobs und wird sicherlich?, hoffentlich? gut bezahlt. Doch sinniere ich darüber, ob nicht vielleicht mal ein lockeres Outdoor-Shooting in guter Kulisse der Produktpräsentation geeigneter wäre. (Fände ich zumindest interessanter als die immer wiederkehrende Greifvogel-Schau?)

Dieses Jahr habe ich bewußt den Besuch der üblichen Verdächtigen (Nikon, Canon, Olympus, Panasonic …) ausgelassen. Wirklich Neues gab es ja auch nicht, war bereits vor der Photokina im Netz zu finden und das, was es gab, hat mich nicht wirklich interessiert.

Mit einer Ausnahme, Fuji!, wo ich mich denn auch mehrere Tage herumgetrieben habe. Sicherlich einmal der neuen Kameras wegen, der gelungen Präsentation, aber hauptsächlich der zahlreichen Vorträge und Demos einer inzwischen großen Zahl von renommierter Fuji-X-Photographen wegen. Und so ganz nebenbei: der Fuji-Vortragsbereich bot auch mal eine willkommende Gelegenheit sich auf richtigen Stühlen auszuruhen ;-) ...

OK, auch hier wieder Models „On Stage“ zur Steigerung der Attraktivität und als zentraler Blick- und Fokuspunkt für die Interessenten. Das die Models auch mehr konnten, als nur das ausgestellte Auto zu „ergänzen“, durften sie dann bei den Promo-Shootings zeigen.

Und dann war ein weiterer Anziehungspunkt für Jung & Alt: Fuji-Instax-Kameras. OK, hatte ich bislang nicht so auf dem Radar, aber die Begeisterung beim Publikum war unübersehbar. Diese kleinen Sofortbilder, größenteils sogar kleiner als die bislang bekannten Polaroid, waren die reinsten Freudenspender. Ein Porträt-Bild, ein Selfie da. Gerade die jungen Besucher hatten einen Riesenspaß mit diesem „Oldie“. Eigentlich komisch, in der heutigen Zeit mit Smartphones, Kameras in jeder Größe und Preisklasse, hat man das Gefühlt, hier schlägt das alte Imperium zurück. Interessant auch, daß Fuji in den neuen X-Modellen einen drahtlosen Datentrasfer direkt auf den Printer realisiert hat. Einer war davon besonders angetan, – Zack Arias, – doch dazu mehr im dritten Teil …

Ich komme zum Schluß meines Photokina-Diaries: zum Ende der Show breitet sich allgemeine Müdigkeit aus … sei es wegen der vielen Wege durch die Hallen, des immer schwerer werdenen Gepäcks oder weil man schlichtweg von zahlreichen Eindrücken visuell ermüdet ist. Auch an den Ständen und in den Hallen bereitet man sich auf den Abend vor, baut ab oder baut um, – „endlich Feierabend!“ Einige Besucher nutzten die Eingangslobby um sich noch mal in die Prospekte zu vertiefen und lassen die Menge an sich vorbeiziehen. Und die noch vor wenigen Stunden strahlenden Models suchen sich ihr Plätzchen für etwas Ruhe und Entspannung … Schluß für heute und ich mit einem Luftballon nach Hause. Lächelnd

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