Zingst 2016 … Ausstellungen - Galerien - Nikos Pilos Exodus

»One World« und mehr …

Zingst 2016 … das bedeutet Ausstellungen, Bilderschauen, Workshops und viel Spaß. Eine der Hauptausstellungen war »One World«, welche die unterschiedlichsten Lebensbereiche und Gefühhlswelten auf diesem Globus in Bildern kondensierte. Gleich zu Beginn der Ausstellung eine Bildstrecke über Paare und ihre Liebe. Weiter hinten eine Serie über »moderne Väter« mit ihren Sprößlingen bei der Arbeit; manchmal völlig überzeichnet aber genial ins Bild gesetzt. Und dann – quasi als Kontrastprogramm – nebenan eine Ausstellung des öster­reichischen Photographen Andeas Bitesnich mit eindringlich-düsteren SW-Bildern.

»Tanzszenen« – Eher abseits und wenig beachtet eine Ausstellung im »Alten Bahnhof« des Altmeisters Dieter Blum. Mein Eindruck war, daß die Ausstellung im alten Bahnhof zu wenig Beachtung fand! Lag es an der geringen Promotion?, an der Location fernab vom Stadt­zen­trum? Dabei hätten diese Arbeiten wirklich mehr Beachtung verdient; schade, ja fast schon ein wenig traurig. – Ein Bild hatte es mir besonders angetan, – am liebsten hätte ich es gleich eingesteckt, vermutlich aber unbezahlbar … Lächelnd

»Exodus - Menschen auf der Flucht«

Eigentlich könnte man es beim Titel der Sonderausstellung »Exodus - Menschen auf der Flucht« belassen, doch diese Ausstellung bedarf einer besonderen Würdigung.

Einmal, weil das Fotofestival-Zingst mehrheitlich eine lustig-fröhliche-bunte Verantstaltung ist, sicherlich immer auch mit kritischen Untertönen über die Umweltsünden auf diesem Planeten. Umsomehr sticht dann eine völlig andere Ausstellung hervor, die in den alten, heruntergekommenen Ex-DDR-Militärgebäuden das bedrückende Momentum nochmals zu steigern wußte.

Egal, wie man zum Themenkomplex »Flüchtlinge« steht, die Photographien von Nikos Pilos lassen den Besucher nicht los, machen nachdenklich. Photographisch jedenfalls eine her­vor­ragende Arbeit. Da hat sich jemand sehr eingelassen und war im Wortsinn »dabei«, nicht nur als entfernter Beobachter mit langer Brennweite, sondern hautnah und mittendrin.

Die Bilder wirken auf den Betrachter extrem stark, selbst hier in der kurzen, ausschnitthaften Wiederholung. – Die wohl »stärkste« Ausstellung dieses Festivals!

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